Stefan Zweig in der Türkei

12/10/2018

Am 11. Oktober 2018 hielt der freie Journalist, Fotograf und Übersetzer Ahmet Arpad, im Yunus Emre Enstitüsü Wien, unter dem Titel “Stefan Zweig in der Türkei” einen Vortrag über einen der bedeutendsten Schriftsteller der österreichischen Literatur.

Die Direktorin, Ayşe Yorulmaz, begrüßte das Publikum mit einer kurzen Biographie zum Vortragenden Ahmet Arpad. Arpad , der Germanistik an der Universität Istanbul studierte und sich seit jeher mit der deutschen Literatur beschäftigt hatte, übersetzte bislang 60 Werke renommierter Autoren. Yorulmaz, deutete darauf hin, dass fast alle Werke Stefan Zweigs ins Türkische übersetzt worden sind und somit auch Erkennbar ist, dass die türkischen Leser einen großen Wert auf Stefan Zweig legen.

Yorulmaz betonte, dass der berühmte Schriftsteller eine Aufgabe als eine Brücke zwischen den beiden Kulturen leistet und dass es eine große Möglichkeit darstellt die Beziehung zwischen der türkischen sowie österreichischen Literatur näher kennenzulernen.

Arpad, der bislang mehrere Preise für seine Übersetzungen erhielt, eröffnete seinen Vortrag mit einigen biographischen Daten zum Leben Stefan Zweigs. Er betonte, dass die erste türkische Übersetzung Stefan Zweigs durch seinen Vater durchgeführt wurde im Jahre 1943. Ein Jahr nach dem Tod Stefan Zweigs. Arpad wies daraufhin, dass im Türkischen sich derzeit mehr als hundert Übersetzungen Zweigs befinden, welche von über fünfzig Übersetzern stammen.  Er selbst hat 17 Werke Stefan Zweigs übersetzt, wobei Arpad die literarischen Bemühungen Zweigs erörterte und den Grund für das rege Interesse an der türkischen Bevölkerung erläuterte.

Der Vortrag war gespickt mit Zitaten aus Zweigs  Werken „Sternstunde der Menschheit” und „Mondscheingasse“ zugleich mit der türkischen Übersetzung, wodurch er die vorgetragenen Inhalte zum Leben erwachen ließ und den ZuhörerInnen einen Einblick in die Gefühlswelt und Wahrnehmung des Autors verschaffte.

Der Abend, der ein großes und bunt gemischtes Publikum aus Wien angezogen hatte, endete mit einer Fragerunde.