Gedenkfeier zu Ehren Mehmet Akif Ersoys im Yunus Emre Enstitüsü Wien

20/03/2018

Das Yunus Emre Enstitüsü Wien gedenkt dem großen Dichter der türkischen Nationalhymne.

97 Jahre nach Einführung des İstiklal Marşı („Unabhängigkeitsmarsch”) als türkische Nationalhymne wurde am 18. März 2018 im Yunus Emre Enstitüsü Wien dem großen Dichter und Verfasser des Textes zur Hymne, Mehmet Akif Ersoy, in seinem 82.Todesjahr gedacht. Als Gastredner waren Yavuz Bülent Bakiler, der aufgrund seiner zahlreichen Publikationen über Mehmet Akif Ersoy Bekanntheit erlangte, sowie Mehmet Cemal Çiftçigüzeli, Vorsitzender der Mehmet Akif Ersoy Fikir ve Sanat Vakfı („Stiftung für Kulturerbe und Gedankengut Mehmet Akif Ersoys“), anwesend. Unter den Gästen befanden sich u.a. Mehmet Ferden Çarıkçı, Botschafter der Republik Türkei in Wien, und Asip Kaya, Generalkonsul in Wien.

Direktorin Ayşe Yorulmaz eröffnete die Veranstaltung mit einigen Worten zum Wirken Mehmet Akif Ersoys, wobei sie die Bedeutsamkeit hervorhob, dessen gewichtige Rolle in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sowie sein kulturelles Erbe auch an kommende Generationen weiterzuvermitteln. Auch das Yunus Emre Enstitüsü Wien sei demnach bestrebt, anhand unterschiedlicher Veranstaltungen seinen Beitrag dazu zu leisten.

Yavuz Bülent Bakiler, der in Europa und der Türkei bereits zahlreiche Vorträge über den großen Dichter hielt, bedauerte die Tatsache, dass eine Kenntnis über das Leben und nachhaltige Werk des großen Dichters in der türkischen Gesellschaft in unzureichendem Maße vorhanden sei. Es sei ihm ein Anliegen, das Interesse an Ersoy auch innerhalb der jüngeren Generation aufrecht zu erhalten, damit dessen Wirken, das tief mit der Geschichte der Türkei verbunden ist, nicht in Vergessenheit gerate. Mehmet Cemal Çiftçigüzeli sprach hingegen über Mehmet Akifs künstlerisches Schaffen, u.a. als Chefredakteur der Literaturzeitschrift Sebil-ur Reşat und deren Verbreitung und Einfluss im muslimischen Raum.

Im Anschluss an die beiden Vorträge wechselten Gäste und Vortragende in den Ausstellungsraum, wo anhand von fotografischen Aufnahmen des Künstlers und Auszügen seiner Werke einzelne Stationen im Leben Mehmet Akif Ersoys diskutiert werden konnten.